Begonnen hat alles nach dem Zweiten Weltkrieg – im Jahr 1946. Eine Handvoll fußballbegeisterte Idealisten erklärten sich bereit, vorausgesetzt es finden sich genügend Spieler und Funktionäre, einen Fußballverein in Telfs zu gründen. Zu den Gründern zählen Leopold Stehno, Rudolf Wackerle, Josef Meil, Karl Haas, Alfons Fritzer und Franz Pöschl, um nur einige zu nennen. Nachdem man kräftig die Werbetrommel für den Fußballsport gegründet hatte, ging alles sehr schnell vor sich. Schon im Mai 1946 fand die eigentliche Gründerversammlung statt. Der damals gewählte Vereinsausschuss bestand aus folgenden Mitgliedern: Obmann Leopold Stehno, Schriftführer Helmut Stockmeyer, Kassier Karl Haas, Trainer Rudolf Wackerle, Beisitzer Hugo Klieber, Franz Pöschl, Willi Berger, Alfons Fritzer, Sektionsleiter Josef Meil.
Die Begeisterung und Motivation zur Führung eines Fußballvereins war damals sehr groß. Im selben Jahr noch nahm man an einigen Fußballturnieren, besonders in Silz, sehr erfolgreich teil. Mit Hilfe der französischen Kommandantur wurden in der Telfer Bahnhofstraße eine Wiese gefunden, auf der die Fußballer ihre Spiele bestreiten konnten. Zu dieser Zeit dürften auch die Vereinsfarben festgelegt worden sein. Die ersten Dressen, genäht von Frau Lore Rotter, waren zufällig grün. Und dabei blieb es auch. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass zur selben Zeit, unter der Leitung von Max Föger, sogar eine Handballsektion im Rahmen des SV Telfs vorgesehen gewesen wäre. Allerdings musste dieses Vorhaben mangels ortsnaher Partnermannschaften und mangels finanzieller Mittel aufgeben werden.
In der folgenden Zeit gestaltete sich das sportliche Geschehen des Vereins äußerst erfolgreich. So ging der SV Telfs unter anderem beim Großturnier der Herbstmeister in Kufstein 1949 als Sieger hervor. Folgende Spieler gehörten der damaligen Siegermannschaft an: Stillebacher, Haas, Schöpf, Wackerle, Schaber, Camens, Josef und Hermann Meil, Fritzer, Becker, Leitner, Waldegger, Stumpf, Lorrel, Martin und Naber.
Auch gesellschaftliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel Maskenbälle gehörten zum festen Bestandteil des Vereinslebens. Besonders die Frauen der Vereinsmitglieder leisteten dafür viel Arbeit.
Inzwischen musste der Sportplatz in der Bahnhofstraße einigen Bauvorhaben der Gemeinde weichen. Von der damaligen Gemeindevertretung, unter Bürgermeister Härting, wurde schließlich der Schießstandplatz auf dem Ematbödele für einen neuen Fußballplatz freigegeben. Für den Bau dieser Anlage mussten rund 18.000,- Schilling (umgerechnet rund 1.300,- Euro), für damalige Verhältnisse ein Vermögen, aus eigenen Mitteln aufgebracht werden. Den sportfreundlichen Fabrikanten des Ortes, den Funktionären des SV Telfs Leopold Stehno, Dipl.-Ing. Hubert Fragner, Ing. Fritz Wörndle und Direktor Ludwig Jauk ist es zu verdanken, dass dieses Vorhaben auch verwirklicht werden konnte.
Nach weiteren drei Jahren konnte das bestehende Schießstandgebäude mit einem Gesamtbauwert von 90.000,- Schilling (rund 6.540,- Euro) um die Hälfte verlängert und zu einem Umkleidehaus ausgestattet werden. Zwei guteingerichtete Umkleideräume, ein Wasch- und Duschraum mit drei Brausen und sechs Waschbecken mit Kalt- und Warmwasser, eine Schiedsrichterkabine, ein Geräteraum, ein Buffetraum sowie ein Spülklosett konnten im Rahmen eines Sportfestes im September 1952 seiner Bestimmung übergeben werden.
Die darauffolgenden Jahre waren sportlich gesehen für den Verein sehr abwechslungsreich. So rückte der SV Telfs in die Landesliga auf und stand sogar knapp vor dem Aufstieg in die Arlbergliga.
Ein vielgehegter Wunsch ging 1956 in Erfüllung – nämlich der Bau einer Zuschauertribüne. Der Plan dafür, den der damalige Obmannstellvertreter Dipl.-Ing. Hubert Fragner erstellte, sah einen Komplex mit 14,60 m Länge und 8,70 m Breite vor. An der Platzseite stiegen 8 Sitzreihen mit ca. 200 Sitzplätzen an, die auf zwei Ausgangstreppen am Nord- und am Südrand erreicht werden konnten. Auf der Rückseite der Tribüne waren vier verschließbare Lagerräume vorgesehen. Zu Pfingsten 1956 wurde die Tribüne im Rahmen eines großen Pfingstturniers feierlich seiner Bestimmung übergeben. Somit hat sich der Sportverein ein schönes Geburtstagsgeschenk zum zehnjährigen Bestehen gemacht.
1960 stellte der so verdienstvolle Obmann Leopold Stehno sein Amt zur Verfügung. Die Aktivitäten des Vereins ließen nach und viele Spieler und Funktionäre wanderten ab. Der Abstieg aus der Landesliga war die logische Folge.
Unter Obmann Meinrad Krismer erfolgte die Reorganisation des SV Telfs. Unter ihm entstanden der große Platz und damit die besten Voraussetzungen für den Wiederaufstieg 1966 in Tirols höchste Liga. Leider währte der Höhenflug nicht lange und man fand sich in der Gebietsliga wieder. Mitte der Siebziger Jahre wurde unter den Obmännern Hermann Pircher und vor allem Dietmar Härting der Verein neu organisiert. Besonders Dietmar Härting war für den Verein sehr verdienstvoll tätig. Unter seiner Ägide wurde der Kabinentrakt erneuert, der Fußballplatz saniert und auf dem Trainingsplatz eine Flutlichtanlage installiert. Somit schuf er optimale Bedingungen für sportliche Belange. Die Nachwuchsarbeit war ihm ein großes Anliegen. Dafür setzte er fruchtbringende Impulse. Die sportliche Leistung der Achtziger Jahre waren von einem ständigen Auf und Ab geprägt. Auf Grund einer neuen Klasseneinteilung von Seiten des Tiroler Fußballverbandes, kam es im Spieljahr 1983/84 zur Abschaffung der Amateurliga und gleichzeitiger Gründung der Landesliga Ost und West. Telfs war auf Grund des 5. Tabellenplatzes in der Gebietsliga Nutznießer des kampflosen Aufstieges in die Landesliga West. (Fortsetzung rechte Spalte)